1512 n. Chr. Tod Amerigo Vespucci, nach dem in der Waldseemüller-Weltkarte von 1507 Amerika benannt ist. Balboa erbrachte 1513 den Nachweis, dass es sich um einen neuen Kontinent handelt (und nicht um Indien)

1517 n. Chr. Luther schlägt angeblich seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg

1519 n. Chr. Tod des Ablasspredigers Johann Tetzel, von dem der Spruch „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“stammen soll. Er und der Ablasshandel sollen wesentlicher Grund für Luther gewesen sein, 1517 die 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg zu schlagen

1522 n. Chr. Eroberung der Insel Rhodos durch die Osmanen unter Sultan Süleyman I. (der Prächtige), Abzug der Johanniter nach monatelangem Verteidigungskampf

Im selben Jahr Ende des Aufenthalts Luthers auf der Wartburg als "Junker Jörg"

1525 n. Chr. Heirat Luthers mit Katharina von Bora

1529 n. Chr. Erste gescheiterte Belagerung Wiens durch die Osmanen unter Süleyman I.


1531 n. Chr. Abspaltung der anglikanischen Kirche nach der Erklärung der englischen Bischöfe, ab sofort sei nicht mehr der Papst, sondern der König Oberhaupt der Kirche, nachdem Papst Clemens VII. die Annullierung der Ehe von Heinrich VIII. abgelehnt hatte

1531 n. Chr. Tod des Reformators Ulrich Zwingli, der als Vater der reformierten evangelischen Kirche gilt und anders als die lutherische Kirche Wert auf karge Ausstattung der Gotteshäuser legt, weil nur das Verwendung finden darf, was ausdrücklich in der Bibel erwähnt wird. Die reformierte Kirche glaubt sehr viel stärker auch an die Prädestination, die Vorherbestimmung des Schicksals durch Gott. Nachfolger Zwinglis war u. a. Johannes Calvin 

1546 n. Chr. Tod Martin Luther

1556 n. Chr. Tod des Mitbegünders des Jesuitenordens (Gesellschaft Jesu = Societas Jesu SJ), Ignatius von Loyola. Die quasi militärisch organisierten Jesuiten dienen dem Papst im Zuge der Gegenreformation 

1562 n. Chr. Tod des Götz von Berlichingen

1565 n. Chr. Vergebliche Belagerung Maltas durch die Osmanen unter Süleyman I.

1571 n. Chr. Inbesitznahme Manials durch die Spanier und Beginn der Christianisierung der Philippinen

1581 n. Chr. Beginn der russischen Eroberung Sibiriens durch die Kosaken unter ihrem Hetman Jermak

1596 n. Chr. Tod des englischen Weltumseglers, Entdeckers und Freibeuters Sir Francis Drake in Panama

1598 n. Chr. Erlass des Edikts von Nantes durch König Heinrich IV. (Heinrich von Navarra), mit dem der Katholizismus Staatsreligion und mit gewissen Ausnahmen die freie Religionsausübung speziell für die Hugenotten, calvinistischen Protestanten garantiert wird. Das Edikt wird übrigens 1685 durch König Ludwig XIV. mit dem Edikt von Fontainebleau widerrufen und zahlreiche Hugenotten fliehen in die Schweiz, die Niederlande und nach Preußen

1601 n. Chr. Tod des dänischen Astronomen Tycho Brahe. Brahe, dessen Gehilfe Johannes Kepler ist, versucht, das geozentrische Weltbild von Ptolemäus und das heliozentrische von Kopernikus zu vereinen, in dem die Erde als Zentrum des Weltalls verbleibt, die Sonne um die Erde kreist, aber alle anderen Himmelskörper um die Sonne

1603 n. Chr. Tod der Königung Elisabeth I. Tudor, die seit 1558 regiert. Elisabeth ist Tochter Heinrichs VIII. und Anne Boleyn. Ihre Regentschaft gilt als das goldene Zeitalter Englands. Die Spanier unter Philipp II. werden geschlagen, die englische Renaissance wird eingeleitet und Kunst, Wissenschaften und Kultur blühen. Elisabeth übersteht mehrere Putschversuche, so auch den des Duke of Norfolk, der die katholische Maria Stuart von Schottland heiraten und auf den englischen Thron bringen will. Ihr zu Ehren trägt der US-Bundesstaat Virginia seinen Namen, als die Engländer unter Raleigh Ende des 16. Jahrhunderts dort landen

1626 n. Chr. Tod des englischen Staatsmannes, Schriftstellers und Philosophen Sir Francis Bacon, der die Wissenschaften aus der Enge und Theorielastigkeit der Scholastik lösen will und den Empirismus und damit den Begriff der modernen, nach Erfahrung strebenden, alles hinterfragenden Wissenschaften vorantreibt

1683 n. Chr. Zweite gescheiterte Belagerung Wiens durch die Osmanen unter Sultan Mehmed IV.. Endgültige Entscheidung in der Schlacht am Kahlenberg, die das deutsch-polnische Heer unter König Johann III. Sobieski für sich entscheiden konnte

1715 n. Chr. Tod König Ludwig XIV., der Sonnenkönig. Er ist der typische Vertreter des Absolutismus, bei dem alles im Staat auf den Herrscher zugeschnitten ist, er ist der Staat. Unter seinem Minister Colbert wird in Frankreich der Merkantilismus eingeführt, die Verwaltung wird neu organisiert und gestrafft, auch das Recht reformiert und außenpolitisch stärkt Ludwig durch Aggressivität die Stellung Frankreichs im Verhältnis zu den übrigen europäischen Großmächten. Ludwig entfaltet rege Bautätigkeiten und lässt u. a. das Schloss von Versailles bauen

1716 n. Chr. - Sieg der Österreicher unter Prinz Eugen gegen die Osmanen bei Peterwardein. Der Sieg sicherte Österreichs Einfluss auf dem Balkan

1725 n. Chr. Tod des Zaren Peter I., der Große. Peter modernisiert das rückständige Russland wirtschaftlich, kulturell, staatspolitisch und militärisch.

1740 n. Chr. Tod König Friedrich Wilhelms I., dem sog. Soldatenkönig und Vater Friedrichs des Großen. Entgegen seiner Bezeichnung verhält sich der eher derbe Friedrich Wilhelm primär neutral und scheut anders als sein Sohn militärische Auseinandersetzungen. Er erfreut sich im Wesentlichen an Militärparaden und seinen "Langen Kerls". Trhonbesteigung seines Sohns Friedrich II, später genannt "der Große"

1775 n. Chr. Gefechte von Concord und Lexington, Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Briten und Amerikanern. Die amerikanischen Truppen unter Sam Adams und John  Hancock waren zuvor auch durch den berühmten Mitternachtsritt von Paul Revere vor den heranrückenden Briten gewartn worden

1777 n. Chr. Sieg der amerikanischen Truppen über die von General Burgoyne geführten Truppen in zwei Schlachten bei Saratoga, die als Wendepunkt im Unabhängigkeitskrieg gelten. Burgoyne muss schließlich südlich Ticonderoga kapitulieren. Besondere Meriten verdient sich dabei der von General Gates eigentlich seines Kommandos enthobene Benedict Arnold, der wiederum 1780 heimlich mit General Clinton über die Übergabe Fort West Points verhandelt, allerdings auffliegt und zu den Briten desertiert

1778 n. Chr. Tod des Philosophen Jean-Jacques Rousseau, der von einem ursprünglichen, friedlichen und unverbildeten Naturzustand des Menschen ausgeht, der seither durch bürgerliche Entwicklungen wie Eigentum, Konkurrenzdenken, aber auch Kultur und Wissenschaften verlassen wurde. Es bedürfe eines Vertrages aller Mitglieder einer Gesellschaft, auf Grund dessen alle Entscheidungen im Gemeinwesen im Wege der Mehrheitsmeinung, der sich die Minderheit unterwerfen müsse, getroffen werden. Es sei davon auszugehen, dass das Individuum die Interessen der Allgemeinheit vor die Eigeninteressen stelle

1781 n. Chr. entscheidende Niederlage der Briten unter Cornwallis gegen die vereinigten Armeen der Amerikaner unter Washington und Franzosen unter Rochambeau vor Yorktown (mit dem deutschen Regiment "Royal Deux-Ponts" aus Zweibrücken, was auch später zur Städtepartnerschaft zwischen Yorktown und Zweibrücken führte). Cornwallis muss kapitulieren und die Stadt übergeben. Folge ist die Anerkennung der amerikanischen Unabhängigkeit

1783 n. Chr. Frieden von Paris, auch Zweiter Vertrag von Paris genannt, der den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg formal beendete und u.a. die Anerkennung der amerikanischen Unabhängigkeit beinhaltet

1786 n. Chr. Tod König Friedrichs II., der Große. Der kulturell, politisch und militärisch vielfach begabte Friedrich sorgt für den Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht, reformiert das Staats- und Justizwesen und pflegt persönlichen Austausch mit Voltaire. Er versteht sich als erster Diener des Staates und ist Schöpfer des Spruchs, dass ein jeder nach seiner Facon glücklich werden solle. Friedrich gehört zu den Herrschern des aufgeklärten Absolutismus, also absolute Herrscher ohne Gottesbezug (von Gott eingesetzt oder berufen), sondern als oberster Repräsentant eines weltlichen Staatswesens mit allerdings mehr oder minder unbeschränkten Befugnissen

1789 - 1799 n. Chr. Französische Revolution, die erst durch die faktische Machtübernahme Napoleons beendet wird. Sie beginnt am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille, König Ludwig XVI. wird in der Folge gezwungen, nach Paris in die Tuilerien umzuziehen, die Nationalversammlung konstituiert sich auf Veranlassung des Dritten Standes, der vergeblich mehr Einfluss vom König verlangt hatte. Das Königshaus fordert eine Intervention des Auslandes und flieht schließlich, wird aber bei Varennes gestoppt. 1793 werden Ludwig und seine Frau Marie-Antoinette öffentlich enthauptet. Es folgen die Zeiten des "großen Terrors" unter Robespierres Jakobinern mit zahlreichen öffentlichen Hinrichtungen. Die fremden Invasionsarmeen können u.a. anlässlich der Kanonade von Valmy zurückgeschlagen werden, unter Bonaparte gelingen sogar territoriale Zugewinne. Als Kommandant der Pariser Truppen zwingt der die Legislative, die zuvor geschaffene Verfassung wieder abzuschaffen

1794 n. Chr. Tod Friedrich Wilhelm von Steuben, preussischer Offizier, der die Kontinentalarmee der Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten erfolgreich reorganisierte. Nach ihm ist u.a. die Steuben-Parade benannt

1795 n. Chr. Tod Francis Marion, genannt der "Swamp Fox", amerikanischer General der South Carolina Miliz, der im Unabhängigkeitskrieg sehr erfolgreich Guerillataktiken gegen die Briten einsetzte

1796 n. Chr. Tod der Zarin Katharina II., die Große. Katharina vergrößert das Staatsgebiet Russlands in erheblichem Maße und sorgt auch für den Zugang zum Schwarzen Meer. Sie bemüht sich um ein funktionierendes Verwaltungssystem in dem zunehmend riesigen Reich. Sie gilt ebenfalls als Vertreterin des aufgeklärten Absolutismus

1800 n. Chr. Washington wird unter dem zweiten US-Präsidenten John Adams Bundeshauptstadt und löst Philadelphia (1790 - 1800) und New York (1788 - 1790) ab. In New York hatte George Washington als erster Präsident seinen Amtseid abgelegt

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