Ich bin ja seit längerem der Meinung, dass es Menschen gibt, die zwar dasselbe Vokabular benutzen wie ich, dessen wahre Bedeutung aber genau entgegengesetzt interpretieren. 

Zum Beispiel das Wort "Integration". Ich war immer davon ausgegangen, dass sich jemand, der hierher zieht, hier integrieren muss, was bedeutet, dass er sich dem hiesigen Rechtssystem zu unterwerfen hat und die Regeln der Mehrheitsgesellschaft achtet. 
Ich habe mich schließlich auch ins - wunderschöne - Hesselbachtal integriert, glaube ich jedenfalls. 

Es gibt aber Leute, die sind der Meinung, wenn man wo hinzieht, dann müssen die, die dort wohnen sich in die Vorstellungswelt des Neuankömmlings integrieren. 

So einer scheint Erhat Toka zu sein. 
Wie der Tagesspiegel am 29.8.2012 berichtete, hat sich in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen unter tätiger Mitwirkung Tokas eine bizarre politische Vereinigung namens Muslimisch Demokratische Union (MDU) gegründet, die laut Mitteilung des niedersächsischen Verfassungsschutzchefs Wargel "offensichtlich die Demokratie mit den Mitteln der Demokratie bekämpfen will".

Das hatten wir hier schon mal. 

Es wurde von der MDU u.a. auch eine Fatwa eines islamischen Gelehrten kolportiert, wonach jeder aktive Demokrat in großer Gefahr sei, denn die Demokratie sei "gegen den Islam". 
Veröffentlicht hat die Fatwa über die MDU besagter Toka. 
 

Toka hat auch gemeinsam mit den salafistischen Friedensfreunden mittels der "Lies"-Kampagne kostenlose Koran-Druckwerke verteilt und er hält Abou-Nagie NICHT für einen Haßprediger. 
Das also ist Erhat Toka, der jüngst Dieter Nuhr wegen „Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften“ u.a. mit den Worten angezeigt hat, sein (Achtung!) "christlicher Nachbar" schaue ihn immer mit anderen Augen an, wenn Nuhr vorher Witze über den Islam gerissen hat. Ob er den Nachbarn auch vor den Kadi zerrt weiß ich nicht.
Wiederum der Tagesspiegel berichtet aktuell, "Fachleute" zeigten "Verständnis" für diese Kritik an Nuhr. 

Zitiert wird u.a. der evangelische Theologe Reinhold Mokrosch, der verstehe, wenn religiöse Menschen sich durch Satire gekränkt fühlten.
Ich warte jetzt ab, was passiert, wie der Michel reagiert. 
Im Augenblick fühle ich mich wie in einer gewaltigen Realsatire. Hoffentlich bleibt mir nicht das Lachen im Halse stecken bei all den pflaumenweichen Demokratieverteidigern dieses Landes. 
Ich schreibe Herrn Nuhr jedenfalls, was ich von diesem offensichtlichen und gesteuerten Angriff auf die Kunstfreiheit dieses Landes halte.

25.10.2014

 

 


Max Moses Bonifer (18) ist Stadtschulsprecher in Offenbach, vertritt also die Schüler aller Schulen in Offenbach, und er ist Jude. Er ist nun von seinem Amt zurückgetreten, nachdem er über längere Zeit von einem Kreis von 20 ausschließlich muslimischen Aggressoren "regelmäßig beschimpft, angespuckt und attackiert" wurde, wie er sagt. Die Sache eskalierte jetzt, ihm wurde zugerufen "Wir bringen dich um, Scheiß-Jude", worauf er für sich "aus Selbstschutz die Reißleine" ziehe.

Von der lokalen Politik war nichts zu erwarten außer "hohlen Phrasen". Bonifer hält die Integrationspolitik in Offenbach für gescheitert, da nur Symbolpolitik betrieben werde, man beschwöre das multikulturelle Zusammenleben, verschließe jedoch die Augen vor dem Konflikt zwischen Muslimen und Juden.

Für mich ist auch unfassbar, dass sich niemand, also auch nicht Muslime selbst vor Bonifer stellten. Wo sind die Eltern, die einem solchen Treiben ein Ende bereiten? Was wird hier für ein Signal der Schwäche ausgesendet? 

Hier der Bericht.

31.10.2014

 

Richard Herzinger, ja ja ich weiß ein faschistoider Hardcore-Eisenfresser,  mit einem Artikel über die Gedanken, die mich auch bewegen. Wer ein wenig Bescheid weiß über Gruppendynamik, weiß, dass Herzinger Recht hat. Wie stellt sich denn die Situation für kritische Geister dar, die nicht so populär sind wie Dieter Nuhr und über weniger Geld verfügen, denn ein Ermittlungsverfahren löst Anwaltsgebühren aus, von irgendwelchen Gegen-darstellungen mal ganz zu schweigen? Was ist mit dem Spruch "Wo Rauch ist, ist auch Feuer", wenn es die dritte Anzeige aus einschlägigen Kreisen hagelt? Sieht man nicht, dass ein Mensch nicht strafrechtlich rechtskräftig verurteilt sein muss, um trotzdem von einer Gesellschaft verurteilt zu werden, die ängstlich nach dem St.-Florians-Prinzip lebt und das vor allem deshalb, weil von denen, denen ihr Schutz anvertraut ist, die Signale ausgesendet werden, um genau diese Haltung zu generieren? Oder wie habe ich die Versetzung des Berliner Oberstaatsanwalts Hausmann zu verstehen? Hausmann ist nicht der Erste, der mit politisch nicht erwünschten Äußerungen und Handlungen - die übrigens erfolgreich waren - aneckte. Einer seiner Vorgänger  hieß Roman Reusch und wurde auch gegangen.

4.11.2014

 


Interessante Anmerkungen von Alice Schwarzer:

1. Der Westen (und laut S. die Sowjet-Union) sicherten bis zum hochkochenden und primär männlichen Islamismus juristisch verbriefte Recht für Frauen im Irak, dem Iran, Syrien, Ägypten, Tunesien und Libyen.

2. Erdogan hat seit 2011 islamistische Söldner nach Syrien ausreisen lassen, noch am 6.10.2014 entließ er 180 Dschihadisten aus türkischen Gefängnissen, die stante pede nach Syrien ausreisten, so ihre Annahme.

3. Erdogan opfere lieber die Kurden als den IS zu bekämpfen.

4. Erdogan wolle in Wirklichkeit einen Konflikt mit Assad und das stehe letztlich hinter der Zustimmung des türkischen Parlaments, nötigenfalls in Syrien einzumarschieren.

5. Assads Sturz erzeuge ein Vakuum, das sofort von Dschihadisten aufgefüllt werde.

6. Amerika habe eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt, als es in den 80ern afghanische Islamisten mit Waffen unterstützt habe. Die seien nach dem Abzug der Russen "arbeitslos" gewesen und hätten sich nun in Tschetschenien und Algerien betätigt, wo sie in etwas so gehaust hätten wie der IS heute, ur hätte es damals kein Schwein interessiert.

7. In Tschetschenien sei bereits 1993 die Scharia eingeführt und der Islam 1996 zur Staatsreligion erklärt worden.

8. Sie stimme den Kurden zu, dass in Kobane "universelle Werte" verteidigt würden.

9. Mit den "deutschen" Dschihadisten, die nach Deutschland zurückkehrten, werde der Terror auch hier real werden.

Fazit: "Dreißig Jahre gefiel sich der Westen in der Attitüde einer falschen Toleranz, die keineswegs alarmiert war von der Entrechtung der Frauen und auch nicht unterschied zwischen Muslimen und Islamisten. Er setzte der Agitation in den Multikultivierteln nichts Positives entgegen, sondern sah weg. Wir sahen weg. Denn die ersten Opfer dieser falschen Toleranz waren ja nicht wir, sondern es war die von den Fanatikern eingeschüchterte Mehrheit der (noch) nicht fundamentalistischen Musliminnen und Muslime. Mehr als Bomben wären Bildung und Gleichberechtigung der Mädchen und Frauen im muslimischen Kulturkreis die effektivste Waffe gegen die Gottesstaatler, zumindest langfristig. Doch auch und gerade die Musliminnen haben wir im Stich gelassen, indem wir lieber über das Recht aufs Kopftuch debattieren als über die Menschenrechte für Frauen.".  

4.11.2014

 

Während Bundesinnenminister de Maizière, den ich immer für einen nüchternen Kopf gehalten habe, davon faselt, die zum IS auswandernden Kreaturen seien "unsere Söhne und Töchter" (für mich spricht er da aber nicht, diese Vaterschaft bestreite ich und lehne sie ab), ein Privileg, das man als Neonazi übrigens nie in Anspruch nehmen darf, ebenso wenig wie man hier auf eine schwere Kindheit zu verweisen hat, zeigt Denis "Deso Dogg" Cuspert, mit welcher Art Sohn man es hier zu tun hat - aktuell kursiert ein Video im Netz, das Cuspert mit einem abgeschlagenen Kopf zeigt. 

6.11.2014

 

 

Sollte jemand noch eine Blaupause benötigen, warum eine bestimmte Klientel auf diese Gesellschaft im Allgemeinen und das Rechtssystem im Speziellen scheißt, dann wird er hier fündig, bei der Story des 14jährigen Serienverbrechers Murat O., Sprößling einer arabisch-kurdischen Großfamilie, und seines Richters am Amtsgericht Tiergarten. 

7.11.2014
 
 
Though this be madness, yet there is method in ´t. 
Herr Erdogan tobt, weil sich in einem baden-württembergischen Schulbuch eine Karikatur findet, auf der ein türkisch-bayrischer Hüttenwirt mit einer verbalen Melange aus bayrisch-kanak-sprack den Umstand kommentiert, dass einem der beiden urbayrischen Gäste angesichts der Brotzeit gerade die Speiseröhre in Flammen aufgeht und nebenan in der Hundebox der Hofhund "Erdogan" die Zähne fletscht. Zu viel für den Autokraten, da werden diplomatische Drähte erhitzt, der Botschafter einbestellt und gedöbert, was das Zeug hält, "Ausländerfeindlichkeit" und "Rassismus" würden geschürt. 
Leider sahen sich zwei NRW-CDU-Gummipuppen genötigt, umgehend in die Türkei zu reisen und zu schleimen. 
Winfried Kretschmann, insoweit gut der Mann, lässt dieser Sturm im Wasserglas kalt, nicht aber seine Integrations-ministerin Bilkay Öney. Die fordert jetzt einen selbstredend steuerfinanzierten  "Türkeibeauftragten" für ein "gutes Miteinander" von Deutschen und Türken hierzulande. 
Öney nimmt dabei konkret Bezug auf den Karikaturenstreit.
Also sieht sie einen Anlass, der es erfordert, dass Deutschland nun weiteres Geld für einen solchen Beauftragten auszugeben. Und was soll der dann machen? Schulbücher filzen? 
7.11.2014 
 
 
Mittlerweile eine Randnotiz: Vorgestern Razzia in Köln gegen Salafisten, die Geld für die Kollegen sammelten, indem sie u.a. Kirchen und Schulen plünderten.
7.11.2014
 
 
Wetterleuchten oder mehr? Eine Islamistin hat versucht, mit Explosivsprengstoff wieder nach Deutschland einzureisen.
17.11.2014
 
 
"Das ist mir zu wenig", sagt der scheidende EKD-Ratspräsident Nikolaus Schneider zur mangelnden Kritik der deutschen Muslimverbänden an gewalttätigen Traditionen im Islam, ohne die gewalttätige Geschichte des Christentums aus den Augen zu verlieren. 
17.11.2014
 
 
Eine hoffnungsvolle, nichtsdestotrotz zarte Pflanze ist das Projekt "Heroes", über das ich neulich im Zuge einer Sendung u.a. über Ahmad Mansour einen Bericht gesehen habe. Patriarchalische Strukturen sollen aufgebrochen werden, der Ehrbegriff entstaubt und Respekt und Rücksicht vermittelt werden. Man hört über derlei Projekte viel zu wenig. 
17.11.2014
 
 
Jens Spahn: "Dann wird sofort beteuert, die Brutalität des Islamischen Staates habe nichts, aber auch gar nichts mit dem Islam zu tun. Das finde ich manchmal ziemlich feige. Denn so überlassen wir einerseits den Neonazis und Hooligans und andererseits den Multikulti-Verklärern das Feld".
17.11.2014
 

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