1009 - 1013 n. Chr. El Andalus zerbricht im Bürgerkrieg, es bilden sich einzelne kleinere Herrschaftsbereiche, Taifas genannt, die von wechselnden stärkeren, auch christlichen Mächten im Rahmen der Reconquista abhängig werden. So erobert Alfons VI. von Kastilien, Galicien und Leon 1085 Toledo. In diese Zeit fällt auch das Leben von Rodrigo Diaz de Vivar, genannt El Cid

1037 n. Chr. Tod des Universalgelehrten Avicenna (Ibn Sina) aus Buchara. Der besondere Verdienst muslimischer Gelehrter im Allgemeinen und Avicennas (oder von Averroes) im Besonderen liegt darin, die Gedankenwelt der hellenistischen Philosophen, speziell Platon einerseits und Aristoteles andererseits, zu kommentieren und damit zu erhalten. Sie versuchen, Vernunft oder Erkenntnis und Glauben zu verbinden. Die muslimischen Gelehrten wie Avicenna dienen als Brücke zu den Scholastikern wie etwa Thomas von Aquin, die die aristotelische Weltsicht aufgreifen und das Verhältnis zwischen Erkenntnis und Glauben zunehmend nicht in dem Sinne klären wollen, die Erkenntnis vom Glauben aus zu entwickeln, sondern unabhängig, rein im Diesseitigen bleibend. Sie verhindern, dass das hellenistische Erbe in Vergessenheit gerät

1054 n. Chr. Schisma zwischen römisch-katholischer und orthodoxer Kirche mit Sitz in Konstantinopel

1066 n. Chr. Eroberung Englands durch den Normannen Wilhelm der Eroberer nach der Schlacht bei Hastings, in deren Verlauf der engliche König Harold Godwinson getötet wird

1071 n. Chr. Niederlage des byzantinischen Reichs unter Kaiser Romanos IV. Diogenes gegen die Seldschuken unter Alp Arslan in der Schlacht von Manzikert. Die Niederlage führt zum Verlust Kleinasiens (Anatoliens) und zur Besiedelung durch die Turkvölker, ehe ab 1326 n. Chr. die Osmanen unter Osman I. Anatolien erobern, was 1453 in der Eroberung Konstantinopels, Absetzung von Kaiser Konstantin XI.  und damit der Zerstörung des byzantinischen Reichs durch den Osmanenherrscher Mehmet II. gipfelt

1076 - 1122 n. Chr. Investiturstreit zur Klärung der Frage, ob die weltliche Macht von der geistlichen oder umgekehrt die geistliche von der weltlichen abhängt: In dessen Verlauf erklärt der Salier-Kaiser Heinrich IV. Papst Gregor VII. für abgesetzt, nachdem dieser ihn exkommuniziert hatte. Heinrich unterliegt und muss sich beim Gang nach Canossa unterwerfen

1093 n. Chr. Gründung des Klosters St. Peter im Schwarzwald durch die Zähringer

1096 n. Chr. Erster Kreuzzug

1114 n. Chr. Gründung des Klosters St. Georgen im Schwarzwald durch die Zähringer

1139 n. Chr. Unabhängigkeit des Königreichs Portugal

1151 n. Chr. Tod Gottfried V. von Anjou, Stammvater des Hauses Plantagenet. 1157 n. Chr. wird sein Enkel Richard Plantagenet (Löwenherz) geboren

1170 n. Chr. Ermordung Thomas Beckets, Erzbischof von Canterbury, drei Jahre4 später wurde er heiliggesprochen.

1190 n. Chr. Tod Kaiser Friedrichs I. Barbarossa bei Mersin (Südtürkei). Friedrich herrscht als römisch-deutscher Kaiser von 1155 bis zu seinem Tod

1192 n. Chr. Tod Raschid ad-Din Sinans, des "Alten vom Berge", Anführer der ismailitischen Assassinensekte

1204 n. Chr. Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzritter

1206 n. Chr. Einigung der Mongolenvölker unter Temudschin (= Dschingis Khan)

1209 - 1229 n. Chr. Kreuzzug gegen die Albigenser im Languedoc


1211 n. Chr. Invasion Chinas durch die Mongolen unter Temudschin, 1215 Fall Pekings

1212 n. Chr. Niederlage der Mauren im Rahmen der beginnenden Reconquista bei Las Navas de Tolosa

1215 n. Chr. Erlass der Magna Charta durch König John (ohne Land). Sie verbrieft weitergehende Rechte des Adels gegenüber dem König und sichert die Freiheit der Kirche. Die Charta ist Folge einer Rebellion der Barone gegen den König, der ihnen immer mehr Geld für die erfolglosen Feldzüge in Frankreich abpresst

1221 n. Chr. Tod des heiligen Dominikus, Gründer des Dominikanerordens

1226 n. Chr. Tod des heiligen Franz von Assisi, Gründe des Franziskanerordens

1227 n. Chr. Tod Temudschins

1240 n. Chr. Eroberung und völlige Zerstörung Kiews durch die Mongolen unter Batu, dem Enkel Temudschins

1241 n. Chr. Vernichtung eines deutsch-polnischen Heeres an der Liegnitz durch die Mongolen

1250 n. Chr. Tod des Stauferkönigs Friedrichs II, als außergewöhnliche Herrscherpersönlichkeit u.a. stupor mundi, das Staunen der Welt genannt

1258 n. Chr. Eroberung Bagdads durch die Mongolen unter dem Großkhan Möngke; Vernichtung der Assassinen

1261 n. Chr. Vernichtende Niederlage der Mongolen gegen die ägyptischen Mamelucken bei Ain Dschalut; Ende der Legende der mongolischen Unbesiegbarkeit

1305 n. Chr. Hinrichtung des schottischen Freiheitskämpfers William Wallace in London. Wallace vertreibt die Engländer unter König Edward I. Longshanks nach der Schlacht von Stirling Bridge 1297 aus Schottland, unterliegt aber später bei Falkirk und wird gefangengenommen

1346 n. Chr. Vernichtende Niederlage der Franzosen unter Philippe VI. gegen die Engländer unter Edward III. in der Schlacht von Crécy, die den Hundertjährigen Krieg einleitet und wegen der durchschlagenden Wirkung der englischen Langbogen als Ende der klassischen Ritterschlachten gilt

1356 n. Chr. Erlass der Goldenen Bulle während der Regentschaft Kaiser Karls IV. Das Gesetz kodifiziert die durch die Kurfürsten auszuübende Wahl des deutschen Königs, der anschließend vom Papst zum Kaiser gekrönt werden konnte.

1500 n. Chr. Niederlage der Truppen des dänischen Königs Johann I. bei Hemmingstedt gegen die zahlenmäßig deutlich unterlegenen Truppen der Ditmarschener Bauernrepublik unter Wolf Isebrand, die zuvor Deichsiele geöffnet hatten, um erfolgreich das Vorrücken und die Beweglichkeit der schwer gepanzerten Söldner zu erschweren


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