Ich denke, den Wenigsten dürfte bekannt sein, dass sich Bin Laden und damit die ursprünglich antikommunistisch konzipierte al-Qaida (= „Basis“) Anfang der 90er insoweit radikalisierten, als der Westen und namentlich die USA nach dem Zusammenbruch der Sowjet-Union als  einzig verbliebener Gegner ausgemacht wurde, der einem weltumspannenden Kalifat im Wege stand. Bin Laden befand sich damals in Khartoum, ebenso wie sämtliche übrigen Terroristen von Rang und Namen inklusive dem legendären Carlos sowie dem Palästinenser- und Israelischlächter Nidal, und überlegte, ob er Bauer oder Terrorist werden sollte. Sein Mentor in geistlichen Angelegenheiten, sein Freund Abu Nadscher, sprach sich auch vor dem (tatsächlich primär humanitären) Einsatz der USA in Somalia 1993 für den Dschihad gegen den Westen aus und damit waren die Würfel gefallen. Folgerichtig sollte man in unseren Breiten mal nachdrücklich zur Kenntnis nehmen, dass der Krieg gegen den Westen lange vor 9/11 erklärt und geführt worden ist und das ausdrücklich weder im Namen des palästinensischen Volkes oder sonst einer vorgeblich hilfebedürftigen Ethnie mit dem Halbmond in der Flagge, sondern nur vor dem Hintergrund einer wie sich zeigt pervertierten Interpretation des Islam. Es ist auch völlig egal, was WIR tun, es ist im Zweifel falsch, den Islam beleidigend oder was auch immer, einen Grund, Ungläubige zu massakrieren gibt es im Zweifel natürlich. Diese Leute bekämpfen im Übrigen nicht nur Andersgläubige, sondern auch ihresgleichen, wenn die nicht so funktionieren, wie man sich das in der Gedankenwelt der Bin Ladens, Sawahiris etc. vorstellt. Sie hassen in ihrer psychopathischen Sicht auf die Welt die gesamte Menschheit und bedrohen damit auch in meinem Land alles was mir wichtig ist, das muss man so einfach zur Kenntnis nehmen.

23.10.2009

 

 

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