8.12.2011:

"Die Situation ist anhaltend bedauerlich", so Bundesumweltminister Röttgen in Durban.

Danke, wussten wir bereits, wir lesen Zeitung.

Fakt ist, dass die Schwellenländer wie China zu recht den Industrieländern die historische Verantwortung für den Klimawandel zuweisen (wiewohl sie in gleicher Situation natürlich keinen Deut anders gehandelt hätten), das dann für die künftige Entwicklung aber zum Anlass nehmen, Umweltmikado zu spielen - wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

Auch die Änderung des Einstimmigkeitsprinzips blockieren verschiedene Länder wie Venezuela, Saudi-Arabien und Bolivien.

Die Amis und die Kanadier machen sowieso bei nix mit, wenn nicht alle zustimmen.

Die von Fukushima geschockten Japaner wollen wiederum nur freiwillige Verpflichtungen, weil sie genau wissen, dass die Atomkraft als "saubere" Energiequelle im Lande erst einmal ausfällt und deshalb die Emissionen fast zwangsläufig steigen werden.

Jeder zeigt mit dem Finger auf den Anderen und das was derzeit abläuft, erinnert an die Pokerpartien auf Eurosport. Von Commitments und Roadmaps ist da allüberall die Rede, Ergebnisse werden nicht bis unmittelbar vor dem Ende der Konferenz vorliegen, wenn überhaupt.

Halt, das ist falsch. EIN Ergebnis gibt es bereits.

Es wird eine weitere Konferenz geben und zwar in Qatar Ende 2012, was ganz prima ist, denn dort ist es so heiß (und zwar seit jeher), dass man sicher mächtig klimatisieren muss, damit es der Delegiertenzahl in vierstelliger Höhe angenehm bleibt.

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